Erlebnisbericht Coaching-Ausbildung Modul 4

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Modul IV der Coaching-Ausbildung ist sozusagen der Methoden-Koffer unter den Modulen. Das Modul gliedert sich in drei Themenbereiche, wobei die Einführung und Erprobung von Methoden jeweils im Vordergrund stehen.

Zum einen werden Methoden durchgesprochen, wie Probleme im Aufgaben- bzw. Zeitmanagement bearbeitet werden können.  Zum anderen wird das Neuro-Linguistische-Programmieren (NLP) als vielfältige und doch teils kritisch diskutierte Methodenbox behandelt. Als dritten Teil wird das Thema Mediation im Coaching beleuchtet und es werden Grenzen des Konfliktcoaching anhand der neun Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl aufgezeigt.

Der Methodenkoffer unter den Modulen. Wenn die Haltung stimmt.

Zeitmanagement

Zum Thema Zeitmanagement werden drei Prinzipien, bzw. Methoden zur Strukturierung und Bewertung der Arbeit besprochen. Das Eisenhower-Prinzip, das Pareto-Prinzip und die 4 Entscheidungsfragen können helfen, Ordnung in einen (vermeintlichen) Aufgabenberg zu bringen.Letztendlich dienen alle drei Methoden dem gleichen Ziel und können gleichermaßen oder sogar gemeinsam eingesetzt werden.

Das Eisenhower-Prinzip arbeitet mit Prioritäten und zwei Bewertungsachsen (Wichtigkeit und Dringlichkeit).

Die 4 Entscheidungsfragen wiederum beinhalten vier Fragen, mit der Aufgaben nach vier verschiedenen Maßnahmen beurteilt werden können (Eliminieren, Terminieren, Delegieren/Verteilen, Rationalisieren).

Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als die 80:20-Regel, besagt, dass häufig zwischen wichtig und unwichtig ein 80% zu 20% Verhältnis gilt. Diese Regel kann auf verschiedene Gebiete angewendet werden und dementsprechend kann die Aufmerksamkeit neu ausgerichtet werden. Beispielsweise bringen einem Unternehmen 20% der Kunden 80% des Umsatzes – im Umkehrschluss bringen 80% der Kunden 20% des Umsatzes. Diese Erkenntnis hat Konsequenzen für den Umgang mit Kunden und Kundengruppen.

Die Methodenbox des NLP

Der zweite thematische Block, das NLP, ist häufig kritisiert worden. Dennoch kann das NLP allgemein als nützliche Methodenbox verstanden werden. In Modul IV werden die Grundlagen des NLP diskutiert und verschiedene Methoden besprochen und beleuchtet. Des Weiteren wird das NLP teilweise in Zusammenhang mit anderen theoretischen Modellen der Ausbildung in Verbindung gebracht. Für die Methoden des NLP sollte der Coach für sich abklären, für welches Ziel er die Methode einsetzen möchte und welche Haltung hinter einer Methode steht.

Diese Überlegung kann allerdings grundsätzlich für alle Methoden angewandt werden.

Beispielsweise werden Methoden zum Thema Bestimmung, Erarbeitung oder Überprüfung von Zielen besprochen. Diese Methoden sind ein nützliches Handwerkszeug, wenn der Coachee sich mit seinen Zielen auseinander setzten möchte. Verschiedene Fragen regen dabei die Reflexion über sich selbst und seine Ziele an (z.B. Welche Bedeutung hat dieses Ziel für mich?).

Mediation im Coaching, wenn es Konflikte gibt

Im dritten Block geht es inhaltlich darum, zu klären, bis zu welcher Eskalationsstufe eines Konflikts Coaching möglich ist. Dazu wird eine Einführung in die Unterscheidung der neun Stufen der Eskalation gegeben. Coaching ist generell bis zur dritten Eskalationsstufe möglich, danach greift die Mediation. Diese neun Stufen werden in drei Ebenen unterschieden. Auf der ersten Ebene (Stufe 1 – 3, Verhärtung, Debatte, Taten statt Worte) sind Win-Win Lösungen des Konflikts möglich.

Hier kann mit Konfliktcoaching und Moderationsmethoden angesetzt werden. Auf Ebene zwei ist Mediation die Intervention der Wahl. Hier kann nur noch eine Konfliktpartei gewinnen (Ebene 2). Später werden sogar Schiedsverfahren oder Machteingriffe notwendig, wenn keine der Partien mehr gewinnen kann (Ebene 3 – Lose-Lose). Allgemein ist Deeskalation fundamental wichtig, um letztendlich nach Möglichkeit Win-Win-Lösungen für alle Beteiligten anzustreben und möglich zu machen.

Das Modul endet mit dem Ausblick auf das letzte Modul (Modul V). Der Ablauf des Moduls wird durchgesprochen, Erwartungen werden geklärt und der anstehende Praxisfall wird angesprochen. Außerdem erhalten alle Teilnehmer die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch mit Rückmeldung und Unterstützung für den Praxisfall.

Britta Fuchs

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