Die Firma unserer Träume, so wird sie Wirklichkeit

Rob Goffee und Gareth Jones nennen diese Kriterien ausschlaggebend für den Arbeitsplatz unserer Träume: Individuelle Unterschiede werden gepflegt und gefördert; Informationen werden weder unterdrückt noch beschönigt; das Unternehmen nutzt seine Mitarbeiter nicht einfach aus, sondern wertschätzt sie; es steht für etwas Sinnvolles; die Arbeit lohnt sich um ihrer selbst willen und es gibt keine unsinnigen Vorschriften.

http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/organisation-hochengagierte-mitarbeiter-leisten-mehr-a-934334.html

Wie sollte der beste Arbeitsplatz der Welt aussehen?

Was ist also das Best Practice für erfolgreiche Arbeit?

Sie schreiben eindeutig, dass es sich um eine Zielvorstellung handelt, die wohl kein Betrieb komplett erreichen kann; ich denke, dass die Herausforderung es wert ist. Lesen Sie einmal, um wieviel besser ein solcher Betrieb da steht! Kundenzufriedenheit fast 90 % und Umsatzwachstum um das Vierfache. Welcher Betrieb hätte das nicht gerne? Mitarbeiterzufriedenheit steigt, ich halte die Mitarbeiter länger im Betrieb, das sind Herausforderungen, denen sich ein Betrieb stellen muss, wenn er als attraktiver Arbeitgeber gelten möchte.

Gerade angesichts des enger werdenden Marktes scheint es mir sinnvoll, wieder einmal hinzuschauen.

Förderung und Pflege individueller Unterschiede

Das ist doch mal eine Flagge gegen die Gleichmacherei. Natürlich sind Unterschiede wichtig, aber nicht um jeden Preis. Ich bin ganz dieser Meinung, dass es wichtig ist, sich auf verbindliche Standards zu einigen, wenn jeder sich in den Vordergrund stellen will klappts nicht mehr, das ist klar. Förderung und Pflege der Unterschiede hat etwas Feinsinniges und absolut Wahres: Jeder darf Mensch bleiben und jeder darf so bleiben, wie er ist! Gerade diese persönliche Unterschiedlichkeit macht es aus und fördert die Beziehungen im Team. Denn nur, wenn ich als „richtig“ und „authentisch“ empfunden werde (was voraussetzt, dass ich das auch darf und nicht auf Linie geschworen werde), dann werde ich mein Bestes geben wollen und können. Selbstverständlich bleibt das Verhalten, die Absprachen und die Notwendigkeiten der gemeinsamen Arbeit davon unberührt, denn wir wissen: Mein Sein ist nicht mein Verhalten.

Informationen werden weder unterdrückt noch beschönigt

Transparenz und Offenheit, die Fähigkeit, Fehler eingestehen zu können und die Bereitschaft, an ihnen zu arbeiten… das Wissen, dass die Leitung andere Meinungen zulässt und in Entscheidungen einbezieht, all das macht Mitdenken und Mitverantworten möglich.

Das Unternehmen nutzt seine Mitarbeiter nicht einfach aus, sondern wertschätzt sie: Betriebe, die ihre Mitarbeiter als Humankapital ansehen und nur als das, agieren wahrscheinlich kurzsichtig. Arbeitnehmer sind auf der einen Seite Humankapital, aber jeder Anleger sorgt dafür, dass sein Geld Zinsen bringt, die Maschinen gute Leistungen bringen durch regelmäßige Pflege und Wartung. Der Faktor Mensch wird erst dann seine volle Kraft entwickeln können, wenn er Wertschätzung bekommt. Was ist eine Arbeit wert und der dahinterstehende Mensch, wenn wir uns ausschließlich auf die Produkte und den Gewinn konzentrieren. Banken- und Wirtschaftskrisen sind die Folge. Wertschätzung bedeutet, dass sowohl der Wert des Produktes, der Wert des Gewinns als auch der Wert des Menschen in Verbindung mit seinem Tun hinterfragt und kombiniert wird. Herauskommt eine hohe intrinsische Motivation und der Arbeitgeber erhält mehr Leistung als er bezahlt.

Es steht für etwas Sinnvolles

Das halte ich tatsächlich für die schwierigste Unternehmensfrage und immer wieder zu hinterfragen in der Unternehmensentwicklung. Wer sind die Kunden? Was haben sie davon? Was bringt unser Tun für die Welt?

Die Arbeit lohnt sich um ihrer selbst willen

Hier hatte ich etwas zu tun, es zu hinterfragen. Wann lohnt sich Arbeit um ihrer selbst willen? Ich denke, es hat etwas mit dem Produkt unserer Arbeit zu tun, mit der Erlebniswelt, die Arbeit und sinnvolles Tun darstellt, gemeinsame Arbeitsergebnisse zu erreichen und in den „Flow“ zu kommen. Sinnhaftes Arbeiten ist ein hohes Gut und der Wert kann vieles sein, ein gutes Gehalt, Befriedigung, Ergebnisse, Arbeit drückt sich sehr unterschiedlich aus.

Es gibt keine unsinnigen Vorschriften

Das bedeutet wohl, es gibt sinnvolle Vorschriften, so viel Standards und Regelungen wie nötig, der Rest fällt weg. Ständige Verbesserung und Qualitätssicherung sind das A und O. Warum etwas regeln, was nur einmal im Jahr vorkommt? Vielleicht, damit der Kollege, der genau diese Statistik am Ende des Jahres erstellen soll, weiß, worauf es ankommt. Saubere Dokumentationen, Workflows und Arbeitshandbücher und Checklisten erleichtern vieles. Vorschriften machen nur Sinn, wenn sie eingebunden sind in die Praxis, alles andere entlassen wir in die Welt des Unsinns.

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihren Zielen nahekommen.

„Ich tue etwas für mich!“ Eine Ausbildung zum oder zur Coach eröffnet Fenster.

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