Das erste Modul im Mai 2015 der Coaching-Ausbildung lässt sich ganz allgemein unter dem Punkt Kommunikation zusammenfassen. Es werden verschiedene Aspekte und Konzepte aus diesem Bereich besprochen, u.a. Gewaltfreie Kommunikation, das 4-Ohren-Modell und Wahrnehmung.

Kommunikation

Einige der Inhalte überschneiden sich mit den Inhalten des Seminars zu Diplomatischer Kommunikation. Wenn man dieses Seminar bereits besucht hat, macht die Wiederholung der Themen deutlich, wie viel Übung gute Kommunikation bedarf und wie viele Wiederholungen notwendig sind, um die verschiedenen Methoden, beispielsweise den vier-Schritte-Dialog, zu verinnerlichen.

Alles kann auch anders sein

Beim Thema Wahrnehmung, ist der Satz „Es kann immer auch ganz anders sein“ besonders interessant. Auch wenn dieser Satz der Erkenntnistheorie sich auf Theorien bezieht, so kann er auf die Wahrnehmung übertragen werden und zeigt in diesem Zusammenhang ganz deutlich, dass im Prinzip jede Wahrnehmung zunächst einmal subjektiv ist und andere Auffassungen existieren (können). Wenn man nun diesen Satz stets im Hinterkopf behält, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, eine Situation, eine Aussage oder Erzählung zu betrachten.

Auflösung des Dilemmas

Dies ist ein Punkt, der im Coaching eine wichtige Rolle spielt, da wir all zu oft in unserer Wahrnehmung gefangen sind und uns ein Blick von einer anderen Seite oder von außen dabei hilft, dieses Dilemma lösen können.

Bezugsrahmen erweitern durch Umwandeln

Den Bezugsrahmen zu erweitern scheint somit ein zentraler Aspekt des Coaching zu sein. Eine Übung, die sich in diesem Zusammenhang anbietet, ist das Nicht-Umwandeln. Hierbei wird stichpunktartig festgehalten, was in einem Seminar nicht passieren soll. Diese Stichpunkte werden zu nächst von den Teilnehmern gesammelt und im Plenum festgehalten. Anschließend folgt die Umwandlung. Dabei wird das Wort nicht durch stattdessen ersetzt und alle Stichpunkte werden dem entsprechend geändert. Beispielsweise werden aus ungebetenen Ratschlägen Fragen, die gestellt werden können oder Ideen.

Durch diese Umwandlung wird deutlich, dass der Fokus von der Vermeidung auf die Gestaltung verschoben wird. Es entsteht mehr Spielraum für die Wahrnehmung und neue Handlungsmöglichkeiten werden eröffnet. Diese Übung kann auch in anderen Situationen eingesetzt werden, so auch im Einzelcoaching. Damit kann der Fokus von dem, was der Coachee nicht möchte, auf das umgeleitet werden, was er tatsächlich möchte.

Britta Fuchs, Teilnehmerin 2015

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